Pressemitteilung W49/05 vom 2. Dezember 2005
Statistisches Landesamt Berlin
Geschäftsstelle des Landeswahlleiters
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E-Mail: landeswahlleiter@statistik-berlin.de
Das Statistische Landesamt teilt mit, dass jetzt die Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik zur Bundestagswahl in Berlin vom 18. September 2005 in Form eines Statistischen Berichtes vorliegen. Der Bericht ist im Internet veröffentlicht und kann auch beim Statistischen Landesamt, Geschäftsstelle des Landeswahlleiters, 10306 Berlin, bestellt werden. Beizufügen sind ein Adressaufkleber mit der Anschrift des Bestellers und Postwertzeichen mit einem Wert von 1,44 EUR.
Bei der repräsentativen Wahlstatistik handelt es sich um eine bundesweit gesetzlich geregelte Statistik, die Aufschluss gibt über die Wahlbeteiligung und Stimmenabgabe unterschiedlicher Wählergruppen.
Für die repräsentative Wahlstatistik sind in Berlin für die Bundestagswahl am 18. September 2005 durch eine Zufallsstichprobe 138 Urnen- und 25 Briefwahlbezirke ausgewählt worden. In diesen Wahlbezirken sind die Stimmzettel mit Unterscheidungsaufdrucken nach Geschlecht und Altersgruppen versehen worden. So ist es möglich, Informationen über die Stimmenabgabe nach Alter und Geschlecht gegliederter Wählergruppen zu erhalten. Außerdem liefert die repräsentative Wahlstatistik durch Auszählen der Wählerverzeichnisse in den ausgewählten Wahlbezirken Informationen über Wahlberechtigte und Wähler nach Geschlecht und Altersgruppen.
Das Wahlgeheimnis zu wahren, ist oberster Grundsatz der Wahlstatistik. Deshalb enthielten die Stimmzettel in einem repräsentativen Wahllokal lediglich einen Unterscheidungsaufdruck für die Wählergruppen: Beispielsweise für die Gruppe von Frauen der Altersjahrgänge 1981 bis 1987 "Frau, geboren 1981 - 1987". Weil zu jeder derartigen Gruppe zahlreiche Personen gehören, ist ein Rückschluss auf das Wahlverhalten Einzelner unmöglich. In jedem der ausgewählten Urnenwahlbezirke mussten mindestens 400 Personen wahlberechtigt sein und in jedem ausgewählten Briefwahlbezirke mussten bei der vergangenen Bundestagswahl mindestens 400 Wahlberechtigte per Brief gewählt haben.
Die wesentlichen Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik werden im Folgenden kurz dargestellt.
Am geringsten war die Wahlbeteiligung bei den jüngsten Wahlberechtigten: Von den 18- bis unter 21-jährigen Wahlberechtigten beteiligten sich 70,7 Prozent an der Wahl. Niedriger war die Beteiligung nur noch in der Altersgruppe der 21- bis unter 25-Jährigen mit 67,7 Prozent.
Ab dieser Altersgruppe nahm die Wahlbeteiligung mit steigendem Alter fast stetig zu - bis zu den 60- bis unter 70-Jährigen. Hier beteiligten sich 82,8 Prozent an der Wahl. Danach sank die Wahlbeteiligung wieder, und zwar auf 77,4 Prozent in der Gruppe der ältesten Wahlberechtigten im Alter von 70 und mehr Lebensjahren.
Dieser enge Zusammenhang zwischen der Wahlbeteiligung und dem Alter, bei dem lediglich die Altersgruppen der jüngsten und der ältesten Wahlberechtigten abweichen, war auch bei der Bundestagswahl 2002 zu beobachten und gilt allgemein bei Wahlen in Deutschland.
Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei den Frauen mit 78,6 Prozent mit 1,9 Prozentpunkten etwas höher als bei den Männern mit 76,7 Prozent. In den einzelnen Altersgruppen gab es dabei deutliche Unterschiede. So lag der Anteil bei den Frauen in allen Altersgruppen höher als bei den Männern - mit Ausnahme der Altersgruppen mit den ältesten Wahlberechtigten.
Die höchste Wahlbeteiligung wurde mit 83,8 Prozent bei Frauen im Westteil in der Altersgruppe 60 bis unter 70 Jahre gemessen. Die niedrigste Wahlbeteiligung fand sich bei Männern, und zwar im Ostteil der Stadt, bei den 21- bis unter 25-Jährigen: nur 65,4 Prozent der Wahlberechtigten gingen hier zur Wahl.
Ältere Menschen haben in Berlin einen stärkeren Einfluss auf das Wahlergebnis als die Jüngeren. Ihr Anteil an den Wahlberechtigten ist als Folge der demografischen Entwicklung sehr hoch und steigt weiter. Bei der Bundestagswahl 2002 waren in Berlin 30,4 Prozent der Wahlberechtigten 60 Jahre oder älter - 2005 betrug dieser Anteil sogar 31,5 Prozent. Außerdem beteiligten sich die Älteren stärker an der Wahl als die jungen Wahlberechtigten.
Die SPD war die stärkste Partei in beiden Teilen der Stadt. Sie erzielte ihr bestes Zweitstimmenergebnis - nach Altersgruppen betrachtet - bei jungen Wählern, und zwar bei den unter 25-Jährigen mit 44,4 Prozent. Der Zusammenhang zwischen den SPD-Ergebnissen und dem Alter war im Westen fast linear. Dort sank der Zweitstimmenanteil stetig mit dem Alter von 46,2 Prozent bei den jüngsten Wählern bis auf 32,0 Prozent in der Gruppe der ältesten Wähler. Im Ostteil sank die Zustimmung zur SPD ebenfalls mit dem Alter, erreichte aber den Tiefpunkt bei den 45- bis unter 60-Jährigen mit 30,4 Prozent und stieg danach wieder an bis auf 36,6 Prozent in der Gruppe der Wähler im Alter von 60 und mehr Jahren. Insgesamt erzielte die SPD bei den Frauen bessere Ergebnisse als bei den Männern.
Die SPD war nur bei den jüngeren Wählern die stärkste Partei. Im Ostteil errang die Linkspartei ab der Altersgruppe der 45- bis unter 60-Jährigen mehr Zweitstimmen. Im Westteil war es die CDU, die bei den älteren Wählern eine größere Zustimmung fand, allerdings nur bei denen im Alter von 60 und mehr Jahren.
Im Vergleich zur Bundestagswahl 2002 hat die SPD insgesamt 2,1 Prozentpunkte verloren. Diese Verluste gingen allerdings ausschließlich auf das Wahlverhalten der älteren Wähler zurück - die höchsten Verluste gab es bei den 45 bis unter 60-Jährigen (minus 3,5 Prozentpunkte). Bei den unter 25-Jährigen gewann die SPD dagegen sogar Zweitstimmen dazu und zwar 2,3 Prozentpunkte.
Die CDU erzielte die höchste Zustimmung im Westteil der Stadt und dort vor allem bei den älteren Wählern. Die schlechtesten Ergebnisse verzeichnete die CDU bei den jüngsten Wählern, und zwar in der Altergruppe bis unter 25 Jahre, im Ostteil wählten hier 10,1 Prozent mit der Zweitstimme die CDU, im Westteil 15,2 Prozent. In beiden Teilen der Stadt stieg mit dem Alter der Wähler die Zustimmung zur CDU fast stetig an. Im Ostteil war der höchste Anteil in der Altersgruppe der 45- bis unter 60-Jährigen mit 15,2 Prozent erreicht und fiel in der höchsten Altersgruppe auf 14,8 Prozent. Im Westteil errang die CDU in der Altersgruppe der ältesten Wähler ihr bestes Ergebnis: 41,2 Prozent wählten hier die CDU mit der Zweitstimme.
In keiner Altersgruppe, weder im Ostteil noch im Westteil der Stadt, schnitt die CDU bei den Männern schlechter ab als bei den Frauen.
Insgesamt waren in Berlin in der Altersgruppe von 60 und mehr Jahren 31,6 Prozent aller Wähler, jedoch befanden sich 44,7 Prozent der CDU-Wähler in dieser Altersgruppe.
Insgesamt hat die CDU 4,1 Prozentpunkte im Vergleich zu 2002 verloren. Die Verluste waren in Ost und West und je nach Geschlecht und Altergruppe der Wählerschaft unterschiedlich. Grundsätzlich verlor sie am stärksten in den Hochburgen. Die geringsten Verluste waren bei den Frauen im Ostteil zu verzeichnen in der Altergruppe der 25 bis unter 35-Jährigen (minus 0,5 Prozentpunkte). Am stärksten verlor die CDU im Westen bei den Männern in der Altersgruppe der ältesten Wähler mit minus 7,2 Prozentpunkten.
Ebenfalls ausgeprägt ist der Zusammenhang zwischen dem Alter der Wähler und der Stimmabgabe für die GRÜNEN. Sowohl im Ostteil der Stadt als auch im Westteil war die Zustimmung zu den GRÜNEN in der Altersgruppe der jüngsten Wähler leicht überdurchschnittlich und stieg dann mit dem Alter an. Der Höhepunkt lag bei den 25- bis unter 30-Jährigen im Osten, beziehungsweise bei den 25- bis unter 45-Jährigen im Westen. Danach sank die Zustimmung zu den GRÜNEN stetig. In der höchsten Altersgruppe verzeichneten die GRÜNEN den niedrigsten Anteil: 4,5 Prozent dieser Altergruppe wählten die GRÜNEN im Ostteil und 6,9 Prozent im Westteil.
Dass die GRÜNEN keine Partei der Alten sind, zeigt auch der Blick auf die Altersstruktur der GRÜNEN-Wähler. Von allen Wählern waren 31,6 Prozent im Alter von 60 Jahren oder älter, aber nur 14,1 Prozent der Wähler der GRÜNEN befanden sich in dieser Altersgruppe.
Im Vergleich zu 2002 haben die GRÜNEN insgesamt leicht verloren. Hohe Verluste gab es bei den Wählern mittleren Alters, besonders in der Altergruppe der 25- bis unter 35-Jährigen im Ostteil (minus 3,2 Prozentpunkte) und der 35- bis unter 45-Jährigen im Westteil (minus 3,9 Prozentpunkte). Bei den ältesten Wählern konnten die GRÜNEN ihr Ergebnis stabilisieren oder sogar leichte Zugewinne realisieren (0,5 Prozentpunkte im Ostteil und 0,2 Prozentpunkte im Westteil).
Die Linkspartei erzielte auch bei dieser Wahl wieder sehr unterschiedliche Ergebnisse in den ehemals getrennten Stadthälften. Im Ostteil erreichte sie in der Stichprobe der repräsentativen Wahlstatistik 29,6 Prozent der gültigen Zweitstimmen, im Westteil 7,3 Prozent. Die Wählerschaft der Linkspartei unterschied sich im Vergleich beider Regionen nach Alter und Geschlecht deutlich.
In den östlichen Bezirken erzielte die Linkspartei die höchsten Anteile bei den älteren Wählern im Alter von 60 und mehr Lebensjahren mit 36,9 Prozent. Am schlechtesten schnitt sie bei den 25- bis unter 30-Jährigen ab, wobei die Zustimmung zur Linkspartei mit steigendem Lebensalter stieg. Die Männer votierten etwas stärker für die Linkspartei als die Frauen.
Im Westteil stieg die Zustimmung zur Linkspartei ebenfalls mit dem Alter, wobei der Gipfel bei den 45 bis unter 60-Jährigen erreicht wurde. Die ältesten Wähler neigten hier - ganz anders als im Ostteil - am geringsten der Linkspartei zu (4,4 Prozent). Vor drei Jahren gab es im Westteil noch einen eindeutigen umgekehrten Zusammenhang mit dem Alter. Damals lag der PDS-Anteil mit 4,0 Prozent bei den jüngsten Wählern am höchsten und die Zustimmung zur PDS sank stetig mit dem Alter.
Der höchste Linkspartei-Anteil findet sich jetzt bei den Männern im Ostteil im Alter von 60 und mehr Jahren mit 40,4 Prozent. Die geringste Zustimmung zur PDS zeigten die Frauen dieser "ältesten" Altersgruppe im Westteil - nur 3,2 Prozent von ihnen wählten die Linkspartei mit der Zweitstimme.
Im Ostteil sind mehr als ein Drittel der Wählerschaft der Linkspartei im Alter von 60 und mehr Jahren (36,7 Prozent). Im Westteil macht diese Altersgruppe dagegen nur 20,2 Prozent aus.
Im Vergleich zu 2002 zeigt sich, dass die Gewinne der Linkspartei mit dem Alter der Wähler stiegen. Der Höhepunkt war allerdings bei den 45 bis unter 60-Jährigen erreicht. Die Gewinne bei den ältesten Wählern waren dagegen unterdurchschnittlich. Außerdem lagen die Gewinne der Linkspartei bei den Männern höher als bei den Frauen.
Von allen hier betrachteten Parteien hatte die Wählerschaft der FDP bei dieser Wahl das am geringsten ausgeprägte Altersprofil. Im Ostteil sank die Zustimmung zur FDP leicht mit dem Alter - im Westteil war ein solcher Zusammenhang nicht zu beobachten. Bei der letzten Bundestagswahl war das anders. Damals hatte die FDP unter den jungen Wählern die höchsten Anteile und unter den ältesten die wenigsten. Diese Beziehung galt auf unterschiedlichem Niveau, sowohl im Westen als auch im Osten.
Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl lagen die Gewinne der FDP jetzt in der Gruppe der ältesten Wähler mit 2,6 Prozentpunkten am höchsten. Bei den jüngsten Wählern gab es sogar leichte Verluste mit 0,1 Prozentpunkten. Dadurch hat sich der FDP-Anteil in den einzelnen Altergruppen angeglichen. Offensichtlich hat die diesjährige Wahlkampfstrategie Wirkung gezeigt, die auf eine seriöse Präsentation der FDP und ihres Vorsitzenden gesetzt hat und sich damit deutlich distanzierte von der 2002er Kampagne. Damals waren Show-Elemente (z.B. Guidomobil) ein wesentlicher Teil der maßgeblich von Jürgen Möllemann unter dem Begriff "Projekt 18" entwickelten Strategie.
Die NPD errang bei den jungen Wählern die höchsten Anteile - im Ostteil wählten 4,3 Prozent in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen diese Partei im Westen waren es 2,5 Prozent. Die Zustimmung zur NPD fiel fast stetig mit dem Alter. Weiterhin fällt auf, dass die Männer der NPD stärker zuneigten, als die Frauen - in Berlin wählten 2,6 Prozent der Männer diese Partei aber nur 1,0 Prozent der Frauen. Den höchsten Anteil konnte die NPD bei den Männern der "jüngsten" Altersgruppe im Ostteil mit 6,0 Prozent erzielen und den niedrigsten bei den Frauen der "ältesten" Altersgruppe (0,5 Prozent von ihnen wählten die NPD, sowohl im Osten, als auch im Westen).
Gegenüber 2002 gewann die NPD mehr als einen Prozentpunkt und zwar besonders bei den jüngeren Wählern, im Ostteil sowie bei den Männern. Das schon 2002 vorhandene Profil, einer von jungen Ostberliner Männern dominierten Wählerschaft, hat sich dadurch noch verstärkt.
Die überwiegende Mehrheit der Wähler votierte mit Erst- und Zweitstimme für den Direktkandidaten und die Landesliste derselben Partei. Der Anteil des Stimmensplittings ist allerdings bei den Wählern der einzelnen Parteien sehr unterschiedlich und hängt auch damit zusammen, wie aussichtsreich die Direktkandidaten der einzelnen Parteien eingeschätzt werden. Für aussichtsreich gehaltene Direktkandidaten werden eher gewählt, als weniger chancenreiche.
Bei Bundestagswahlen in Berlin waren bisher nur Direktkandidaten von SPD, CDU und Linkspartei (früher PDS) erfolgreich, letztere nur im Ostteil der Stadt. Zusätzlich konnte 2002 erstmals ein Bewerber der GRÜNEN (Hans-Christian Ströbele) einen Wahlkreis gewinnen und zwar den Wahlkreis 84 - Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg-Ost.
In Berlin neigten die Wähler der CDU am wenigsten zu einer Aufteilung ihrer Erst- und Zweitstimme: 87,5 Prozent derjenigen, die ihre Zweitstimme der CDU gaben, wählten auch mit ihrer Erststimme einen Kandidaten der CDU. Konsistentes Wahlverhalten zeigten auch die Wähler der Linkspartei und der SPD: 77,8 Prozent, beziehungsweise 75,2 Prozent gaben ihre Erst- und Zweitstimme derselben Partei.
Ausgesprochen strategisch stimmten dagegen die Wähler der FDP und der GRÜNEN ab. Die Erststimmen der FDP-Wähler entfielen nur zu 28,1 Prozent auf die Bewerber der eigenen Partei und zu 57,6 Prozent auf die der CDU. Von den Zweitstimmenwählern der GRÜNEN wählten 45,8 Prozent auch mit ihrer Erststimme einen Kandidaten der GRÜNEN und mit 46,7 Prozent einen der SPD.
Aber auch bei den SPD-Wählern - insbesondere im Ostteil der Stadt - zeigt sich strategisches Stimmensplitting: 32,2 Prozent von ihnen gaben ihre Erststimme nicht den Direktkandidaten dieser Partei.
Die Aufteilung der Zweit- und Erststimmen zwischen den Parteien, die vor der Wahl deutlich gemacht hatten, dass sie eine Koalition anstreben, zeigt für die ganze Stadt folgendes Bild:
GRÜNE und SPD
FDP und CDU
Demgegenüber war das Stimmensplitting zwischen den späteren Koalitionspartner eine seltene Ausnahme:
CDU und SPD
Möglicherweise hätten die Wähler ihre Stimmen anders aufgeteilt, wenn sie davon ausgegangen wären, dass es nach der Wahl eine große Koalition aus CDU und SPD gibt. Tatsächlich haben so besonders viele Wähler eine Stimme der Regierungskoalition gegeben und die andere Stimme der Opposition.
Im Ostteil Berlins sind die Direktkandidaten der Linkspartei deutlich chancenreicher als im Westteil. Dies wirkt sich auch auf das Stimmensplitting aus. Die Zweitstimmenwähler der Linkspartei teilten hier ihre Stimmen am wenigsten auf: 83,8 Prozent von ihnen wählten auch mit der Erststimme den Kandidaten dieser Partei. Zusätzlich votierten viele Zweitstimmenwähler der anderen Parteien für Direktkandidaten der Linkspartei: 18,2 Prozent der SPD-Zweitstimmenwähler stimmten hier mit der Erststimme für Bewerber der Linkspartei, bei den GRÜNEN-Wählern waren es 10,3 Prozent und bei denen der FDP immerhin noch 5,7 Prozent.
Ebenfalls geringe Splittinganteile hatten hier CDU und SPD, 80,4 Prozent und 67,8 Prozent der Wählerschaft splitteten ihre Stimmen nicht. Im Westteil lagen dagegen die Nicht-Splittinganteile von CDU (90,3 Prozent) und SPD (80,7 Prozent) höher und die der Linkspartei erheblich niedriger (58,9 Prozent) als im Osten.
Die Aufteilung der Zweit- und Erststimmen zwischen Parteien, die koalieren wollten, zeigt für den Ost- und den Westteil der Stadt folgendes Bild:
GRÜNE und SPD
FDP und CDU
© Statistisches Landesamt Berlin 2005,
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